it’s easy to put people into boxes

Nimm dir Bitte kurz 3 Min Zeit und schau DIESES VIDEO an. Es ist schon etwas älter – aber es trifft immer noch den Nagel auf den Kopf.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=jD8tjhVO1Tc

Wenn ich meinen Gedanken so lausche bemerke ich, wie oft sie boxes / Schubladen denken – sei es anderen oder mir selbst gegenüber.

Ich verstehe das sehr gut – ähnlich, wie bei einer Ablage von Dokumenten, ist es hilfreich Erlebnisse, Erfahrungen, Emotionen und sicherlich auch Menschen in eine „Kategorie“ einzuordnen – „Das mag ich“ / „Das mag ich nicht“.

Zu führen denn diese Schubladen?

Es ist so, wie in dem Video gezeigt ➜ man trennt sich, sondert sich ab, vermeidet das „Andere“. Bei sich selbst gegenüber, komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass wir dadurch uns selbst gar nicht wirklich kennen lernen.

Beispiel: Bis vor Kurzem dachte ich, dass es unauthentisch sei, dass ich gerne gestylt aus dem Haus gehe. Ich gerne gemachte Haare habe, die Pickel abgedeckt und ein cooles Outfit trage. Wer mich kennt, weiß, dass ich einen sehr bunt gefüllten Kleiderschrank habe – viele Farben, viele Muster. Meine Art von „Styling“ sah ich als unnatürlich und damit als nicht authentisch an (denn u.a. als Yogalehrer ist das ja sowieso ein no-go) – es sollte doch auch mit dezenten Looks, ohne Styling gehen – oder?

Irgendwie ging es dann los, dass ich diesen Anteil innerlich boykottiert und ich diesen Anteil von mir in die Schublade „das sollte man nicht machen“ gesteckt habe. Ich habe versucht es zu ändern … aber irgendwie hat es sich nicht richtig angefühlt … und dann wurde mir bewusst, dass es meine Form von authentisch ist, bunte Farben zu tragen, Make-Up im Gesicht zu haben, gestylte Haare und viel Schmuck zu tragen.

Ja, für jemand anderen mag ich dann in die Schublade „das ist zuviel“ gesteckt werden – aber für mich ist das nun einfach ein Schubladen-freier Teil von mir, denn …. wer weiß vielleicht verändert sich das im Laufe meines Lebens – vielleicht aber auch nicht.

Schubladen können SEHR von dem was das Umfeld, die Eltern und Freunde usw. denken beeinflusst sein. Vielleicht hast du auch lange in Schubladen gedacht, welche gar nicht zu dir passen?! Welche gar nicht deine sind?!

Schubladen führen zu Enge und Bewertung.

Schubladen lassen uns erstarren.

Das Leben ist niemals starr, es ist immer im Fluß.

Mein Tipp: Auch hier liegt der Schlüssel darin, dir deiner Gedanken bewusst zu werden. Im Yoga spricht man davon seinen buddhi – den inneren Seher / Beobachter zu schulen. Eine neutrale Instanz, die einfach wahrnimmt und eben Nichts in eine Schublade steckt.

Wenn du also bemerkst, dass du wieder einmal so gedacht oder gehandelt hast, wie du es eigentlich nicht mehr möchtest – pack das nicht in die „Verurteilen“-Schublade. Wenn Gedanken in dir aufkommen und du merkt, diese sind in der „ich DARF so nicht Denken„-Schublade sind ➜ hole sie heraus und sehe sie als das was sie sind – deine Chance weiter zu wachsen! Deine Chance dich besser kennen zu lernen.

Miste aus ➜ welche Schubladen haben ausgedient? Welche braucht es nicht mehr? Von welchen darfst du dich dankend verabschieden?


Bildquelle: Avinash Kumar on Unsplash

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